Postkolonialer Antisemitismus

Documenta abbrechen, die antisemitischen Bilder beschlagnahmen und in einer Sonderausstellung „Bildsymbolik und koloniale Geschichte des globalen Antisemitismus“ eines NS-Dokumentationszentrums neu präsentieren – das wäre der „Dialog“ den ich jetzt bräuchte.

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-ueber-den-documenta-skandal-willkommen-bei-der-antisemita-a-424a0c6f-ec04-4158-92be-9ab8f03f17ad

Doku: The longest day

Unbedingt schauen!

https://www.arte.tv/de/videos/106121-004-A/ein-tag-im-angesicht-der-klimafolgen/

Diese vierteilige Dokureihe macht die Klimakrise greifbar, wo sie jetzt schon zu beobachten ist. Also wen betrifft es, wenn Jakarta jetzt schon in kleinen Schritten versinkt oder das Trinkwasser knapp ist. Wie sieht das aus, was sind versuchte Lösungen. Das macht das Thema wirklich greifbar.
Außerdem wunderschöne Bilder.

Feature über Gusinde und die Feuerlandindianer

Die historischen Wachszylinderaufnahmen im Berliner Phonogramm-Archiv sind für die Hörer*innen heute sinnlich-poetische Zeugnisse des Verschwindens jahrtausendealter Kulturen. Hier finden sich auch Aufnahmen der Feuerlandindianer, die vor 100 Jahren Opfer eines regelrechten Genozids weißer Siedler und Großgrundbesitzer wurden.

https://www.hoerspielundfeature.de/feature-milomaki-vergessen-undverschwinden-100.html

Von Teigchen

Mal wieder etwas indoeuropäisch:
Von der Wurzel *yes- (brodeln, schäumen) stammen u.a.
🇬🇧 yeast
🇩🇪 gären, Gischt

Im Persischen جوشیدن‎ jūšīdan, Sanskrit यसति yásati nimmt man es noch für „kochen“, im Hindi keine Spur mehr.

Bemerkenswert: In 🇬🇷 Bedeutungswandel über Diminutiv Teig ➡️ Nudeln: ζυμαρικά zymariká („Teigchen“)

Vom Vorgänger ζέω zeo in unsere Sprache gekommen:
Ekzem (hitziger Ausbruch) und
Enzym („im Teig“).